Material:
2 x Sperrholzplatten aus Pappel, 140 x 90 x 0,4 cm
1 L Holzleim, wasserfest.
1 Sackleinen 160 x 100 cm
2 x Leinen 160 x 100 cm, mittlere Dichte
1 kg Kreidegrund oder geleimte Wandfarbe
Ölfarbe
Leinenölfirnis
Rohhautstreifen (alternativ)
Kantholz 140 x 12 cm Stärke egal
3 x Spanngurte
3 Bretter 140 x 12 x 2 cm
4 – 6 Lederriemen 3cm breit 3-4 mm stark mindestens 40 cm lang
1 Lederriemen 3 cm breit 3- 4 mm stark mindestens 150 cm lang
Filzstück für Armpolster
10 bis 14 geschmiedete Vierkantnägel Länge ca. 30 bis 50 mm
große Pappe für Schablone 200 x 200 cm wenn möglich
Werkzeug:
Schraubzwingen 6 bis 8 Stück
Leimklemmen 25 Stück mindestens
Stichsäge
Bandschleifer
Pinsel
Feile
Schnur
Bleistift
Hammer
Tropfenschild Dreiecksschild


Bild 1
1. Entscheidet Euch als erstes, welche Form euer Schild haben soll!
2. Zeichnet die Form entsprechend der Skizze auf den Karton und schneidet die Schablone aus. (Bild 1)
3. Legt die Schablone jetzt auf die Sperrholzplatte, welche die Außenseite eures Schildes wird und zeichnet den Umriss nach.
4. legt euch jetzt die Spanngurte auf den Boden. Zwei sind ausreichend, aber mit dreien oder mehr geht’s einfacher. Legt sie dabei so, das einer quer zum Schild mittig liegt, die anderen beiden oben und unten, aber nicht direkt am Rand. Lasst 15 bis 20 cm Abstand vom Rand her. (Bild 2)
5. Legt jetzt ein Brett mittig über die Spanngurte, die andern an die Position, wo die Sperrholzplatten die Seiten eures Schildes bilden werden. Dabei sollten sie einige Zentimeter über die Sperrholzplatte ragen.
6. Legt jetzt die äußere Platte auf die Bretter, den gezeichneten Umriss des Schildes nach unten.
7. Bestreicht die oben liegende Seite jetzt mit Holzleim. Verdünnt den Leim ruhig mit etwas Wasser, dann trocknet er euch nicht so schnell beim Auftragen und ihr arbeitet ergiebiger.
8. Legt jetzt die zweite Platte bündig oben auf die untere Platte und fixiert beide Platten mit Schraubzwingen an den äußeren untergelegten Brettern, damit diese nicht verrutschen.
9. Schließt die Spanngurte und zieht sie leicht zusammen, drückt dabei die Platten schon leicht von der Mitte her leicht nach unten, damit er anfängt, sich leicht zu wölben.
10. Wenn die Gurte leicht gestrafft sind und sich die Platten leicht beginnen zu wölben, nehmt jetzt das Kantholz, und schiebt es auf der Längsachse der Platten unter die Gurte, möglichst in der Mitte.
11. Dreht jetzt das Kantholz auf die Hohe Kante, und spannt die Gurte straff, so das sie fast gerade über Kantholz und Ränder der Platten laufen. Jedoch nicht ganz gerade, da sonst der Druck, der für das Verleimen der Platten notwendig ist zu gering wird. (Bild 3)
12. Lasst den Leim trocknen, mindestens 24 Stunden. Löst dann wieder die Spannvorrichtung. Die Platten geben jetzt etwas nach, aber nur minimal.
13. Schneidet nun mit der Stichsäge den Schildrohling aus. Glättet anschließend mit der Feile oder dem Bandschleifer die Kanten.
14. Legt jetzt fest, wo die Hand und die Schildfessel angebracht werden sollen. Nehmt dazu notfalls die Schablone zu Hilfe.
15. Bohrt dort, wo die Riemen dann angebracht werden sollen, Löcher.
16. Jetzt bestreicht ihr die Innenseite des Schildes mit Leim und klebt das Leinentuch auf. Überlappt es gleich an den Rändern und schneidet es auf die Schildform zu. Dort wo die Löcher für die Nägel für die Riemen sind, könnt ihr es gleich durchstechen.
17. Ist das Leinen getrocknet, bringen die Armpolsterung und die Lederriemen an. Für das Armpolster könnt ihr Polsternägel nehmen. Für die Lederriemen nehmt ihr die Vierkantnägel. Schlagt die Nägel auf der Außenseite des Schildes so um, das sie von einander weg zeigen, und biegt die Spitze so, das ihr sie wieder in den Schild zurück treiben könnt. Die Nägel verschwinden im nächsten Schritt unter der äußeren Bespannung.
18. Jetzt leimt ihr das Sackleinen (Jutesäcke gehen zur Not auch sind jedoch sehr grob) auf die Außenseite des Schildes. Schneidet das Leinen wieder genauso auf euren Schild zu und achtet darauf, dass es über den Rand bis auf die Innenseite des Schildes reicht. Mit den Leimklemmen könnt ihr die Ränder fixieren. Trocknen lassen.
19. Jetzt leimt die andere Bahn feineres Leinen auf die Außenseite, selbe Prozedur wie mit dem Sackleinen.
20. Wenn alles getrocknet ist, rührt euch den Kreidegrund bzw., die geleimte Wandfarbe an. Achtet dabei auf die Anweisungen des Herstellers. Ersetzt den Wasseranteil um die Menge an Leim, die übrig geblieben ist.
21. Bestreicht jetzt die Außenseite und die Ränder mit der Wandfarbe. Das wird ein längerfristiger Vorgang. Nach jedem bestreichen trocknen lassen. Das macht ihr solange, bis die Struktur der Bespannung nicht mehr zu erkennen ist, oder die Wandfarbe /Kreidegrund alle sind.
22. Wenn alles getrocknet ist, schleift die Außenseite ab, um eine möglichst glatte Fläche zu bekommen. Dann könnt ihr mit dem Bemalen beginnen, in den Farben, die ihr tragt, oder besser in denen des Vereines.
Zur Bemalung empfehle ich geteilte Bemalung, von oben nach unten Gespalten (Bild 4), quer gespalten (Bild 5)oder Diagonal (Bild 6) gespalten. Verzichtet dabei auf den Adler, eine Schwarz-Rote Bemalung reicht. Wer sein eigenes Feldzeichen oder Wappen tragen will (denkt daran, Wappen waren zu unserer Zeit noch nicht so stark vertreten), kann dies tun, sollte aber wenn möglich in seinem Schild das schwarz-rot unseres Banners einbringen, am besten in Form eines schrägen Balkens. Entweder Rot, Schwarz oder Schwarz-Rot.(Bild 7 und

23. Jetzt könnt ihr ganz zum Schluss die Rohhautstreifen über den Rand kleben. Verzichtet dabei möglichst auf Nägel, wegen der Verletzungsgefahr.
24. Ölfarbe brauch sehr lange zum Trocknen. Wenn sie getrocknet ist, bestreicht euren Schild komplett mit Leinenölfirnis. Schützt die Farbe vor Abrieb
25. Fertig ist euer Schild!


Bild 2 Bild 3


Bild 4 und Bild 5


Bild 6 und Bild 7

Bild 8
Hinweis zur Befestigung der Handfesseln und der Schildfessel:





